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  • Sozialgericht stärkt die Rechte von Schmerzpatienten. Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden, er muß also nicht irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren sondern kann unter Hinweis auf das Urteil gleich Widerspruch einlegen. Hier gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik 

Ein kleiner Eindruck von Bad Mergentheim:

 

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Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:

Arthritis: http://www.arthritis-information.de  Arthrose: http://www.1-arthrose.de  Armschmerzen: http://www.armschmerz.com  Atypische Gesichtsschmerzen: Bandscheibenvorfall: http://www.bandscheibenvorfall.biz  Beinschmerzen: http://www.beinschmerz.com Borreliose: http://www.bor-reliose.de   Brustwirbelsäulensyndrom: http://www.bws-syndrom.de  Brennende Füße: http://www.burning-feet-syndrom.de  Cluster-Kopfschmerz: http://www.cluster-kopfschmerz.org  CRPS: http://www.komplexes-regionales-schmerzsyndrom.de  Durchblutungsstörung: http://www.durchblutungs-stoerung.de Dorsalgie: http://www.dorsalgie.com  Fibromyalgie: http://www.fibromyalgie.at  Fibromyalgiesyndrom: http://www.fibromyalgiesyndrom.eu   Gelenkschmerzen: http://www.gelenksschmerzen.de   Gliederschmerzen: http://www.gliederschmerzen.com  Gürtelrose: http://www.guertelrose.co.uk  Halswirbelsäulensyndrom: http://www.hws-syndrom.de  Herpes zoster: http://www.herpes-zoster.eu  Hörsturz: http://www.gehoersturz.org  Hüftschmerzen: http://www.xn--hftschmerz-9db.de  Ischias: http://www.ischias.co.uk   Kausalgie: http://www.kausalgie.de  Kopfschmerzen: http://www.kopfschmerz.cc  Kreuzschmerz: http://www.kreuzschmerz.org  Leistenschmerzen: http://www.leistenschmerz.de   Lendenwirbelsäulensyndrom: http://www.lws-syndrom.de  Lumbalgie: http://www.lumbalgie.de  Lumboischialgie: http://www.lumboischialgie.eu  Migräne: http://www.migraene.cc  Morbus Sudeck: http://www.morbus-sudeck.de  Muskelschmerzen: http://www.muskelschmerz.net  Nervenschmerzen: http://www.nervenschmerz.de  Neuralgie: http://www.neuralgie.com  Osteomyelitis: http://www.osteo-myelitis.de  Schleudertrauma: http://www.schleudertrauma.li  Polyneuropathie: http://www.polyneuropathie.com  Postzosterische Neuralgie: http://www.postzosterische-neuralgie.com  Restless legs: http://www.restless-legs-syndrom.eu  Rückenschmerzen: http://www.xn--rckenschmerz-dlb.com  Schlaganfall: http://www.hemialgie.de (Hemialgesie Schulterschmerzen: http://www.schulterschmerz.com   Spannungskopfschmerzen: http://www.spannungskopfschmerz.de   Spinalkanalstenose: http://www.spinalkanal-stenose.de  Steißbeinschmerzen: http://www.kokzygodynie.de  Sudeck Dystrophie: http://www.sudeck-dystrophie.de Thalamusschmerzen: http://www.thalamusschmerz.de Tinnitus: http://www.tin-nitus.de  Zephalgie: http://www.cephalgie.com

Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:

Schmerzklinik (1): www.schmerzklinik-1a.de, Schmerzklinik (2): www.schmerzklinik-1.de
Schmerzklinik (3): www.schmerzklinik.biz
www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
www.norderney-insel-hotel.de

 

    Informationen über Schmerzerkrankungen

GESICHTSSCHMERZEN
pri märe (idiopathische, essentielle) und seku ndäre (symptomatische) Gesichtsschmerzen

Die Begriffe

  • Die Bezeichnungen "pri märe", "idiopathische" oder "essentielle" sagen aus, daß die Schmerzerkrankung selbständig, d.h. ohne erkennbare Ursache, entstanden ist. Manchmal wird dafür auch der Ausdruck "genuine" verwendet.

  • Seku ndäre oder symptomatische Schmerzen stellen kein eigenständiges Krankheitsgeschehen dar sondern treten als Symptom (= Krankheitszeichen) einer (anderen) Erkrankung auf.

Am häufigsten treten pri märe Gesichtsschmerzen und hpts. in zwei Formen auf:

  1. Pri märe (essentielle), atypische Gesichtsschmerzen und

  2. Idiopathische Trigeminusneuralgie

Zunächst werden diese zwei Schmerzbilder beschrieben, anschließend seltener auftretende Gesichtsschmerzen. Auf der Navigationsleiste (links oben) können Sie diese auch direkt aufrufen.
 

A typische Gesichtsschmerzen (die korrekte Bezeichnung lautet: anhal tende bzw. persis tierende idiopathische Gesichtsschmerzen)

Dieser Begriff bezeichnet Gesich tsschmerzen, die zwar vorwiegend im Bereich des Trigeminus, jedoch nicht streng paroxysmal (= anfallsartig) auftreten. Die Schmerzregion ist in der Regel nicht mit dem Ausbreitungsgebiet des mutmaßlich betroffenen Nervenastes identisch, nicht selten sind auch beide Ges icht shälften betroffen. Es sind keine deutlichen Triggermechanismen (= Auslösemechanismen) vorhanden, weshalb auch Triggerzonen meist fehlen.

Der V. Hirnnerv:
Nervus trigeminus und seine Äste

1. Ast (V1, Stirnast): N. ophthalmicus

2. Ast (V2, Oberkieferast): N. maxillaris

3. Ast(V3, Unterkieferast): N. mandibularis

  (Bildquelle: www.pirula.net)

 

Überwiegend klagen die Patienten über Dauerschmerzen bzw. länger an haltende Schmerzsensationen, die sich aber auch anfallsartig verstärken können. Manchmal liegen psychische Überlagerungen vor (z.B. depressive Verstimmung, psychovegetative Labilität, neurotische Verhaltensstörungen). 

Oft ist die körperliche Untersuchung völlig unauffällig. Teilweise sind die korrespondierenden NAP
(= Nervenaustrittspunkte) (Foramen supraorbitale, infraorbitale und mentale) druckdolent (= druckschmerzhaft)
Die Beschreibung der Schmerz
qualität ist uneinheitlich, teilweise wird brennend angegeben, teilweise dumpf und drückend. 

Zur Therapie können bei a
typischen Gesichtsschmerzen wie bei der idiopathischen Trigeminusneuralgie Antikonvulsiva (= krampflösende Mittel) (z.B. Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin) versucht werden, allerdings fällt die Erfolgsquote geringer aus. Ähnliches gilt für die Verordnung von Baclofen, auch in Kombination mit einem Antikonvulsivum (= eigentlich ein Mittel gegen die Fallsucht, aber auch gegen bestimmte Schmerzen wirksam)
Aus unserer Sicht heraus sind bei einem atypischen Gesich
tssch merz das Mittel der Wahl eher Antidepressiva. Vereinzelt sprechen die Beschwerden auf einfache Schmerzmittel wie ASS oder Paracetamol an. 
Manchmal hilft auch ein Gemisch aus Uridin- und Dinatriumsalzen (Keltican®).
Tri- oder tetrazyklische Antidepressiva eignen sich auch zur Prophylaxe
(= Vorbeugung) bei einem episodenhaft auftretenden atypischen Gesich tssch merz
Zufriedenstellend wirksam ist die therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) (z.B. Bupivacain 0,25-0,5%). Dabei werden 2-3 x täglich die betroffenen Ges icht s nerven an ihren Austrittspunkten (Foramen supraorbitale, infraorbitale oder mentale) blockiert und das dominante Schmerzareal flächenhaft infiltriert (Leser et Hefermann 1989, Bad Mergen theim)
In hartnäckigen Fällen kann auch bei dieser Indikation die engmaschig wiederholte Durchführung von Ganglion stellatum -Blockaden
(= Betäubungen einer vegetativen Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) in engmaschiger Abfolge versucht werden, gleiches gilt für das Ganglion cervicale superius (vegetativen Schaltstelle im Gaumen bereich), bei diesem wird aber statt einem Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) z.B. Buprenorphin verwendet.

Physikalische Therapiemaßnahmen wie Wärme- oder Kälteapplikation, aber auch transkutane Nervenstimulationen können bei a typischen Gesichtsschmerzen (chronischer) zur Linderung beitragen. 
Operative Verfahren
((Elektrokoagulation
(= elektrische „Verkochung“) des Gangl ion Gasseri oder Thermokoagulation)) sollten nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn höhergradige psychische Überlagerungen auszuschließen sind. 
Psychologische Interventionen: Hauptsächlich Entspannungstechniken und Schmerzbewältigung.
 

Id iopathische Trigeminusneuralgie:

Das charakteristische Schmerzbild ist gekennzeichnet durch anfallsartige Schmerzattacke n mit maximaler Stärke und überwiegend kurzer Dauer (Sekunden). Der Schmerz bereich deckt sich mit dem Ausbreitungsgebiet des betroffenen Nerven astes. 
Ein Schmerzanfall kann auch durch physiologische, taktile
(= den Tastsinn betreffende), thermische oder propriozeptive (= den Eigenreflex betreffende) Reize ausgelöst werden. Häufige Triggermechanismen (= Auslösemechanismen) sind Kauen, Sprechen oder bestimmte Gesichtsbewegungen, die Berührung bestimmter Hautareale, die Einwirkung von Wasser oder generell Kälteexposition. Meistens sind Triggerpunkte bzw. Triggerzonen identifizierbar. In der Regel treten die Schmerzattacken streng einseitig auf (5% beidseitig) und überwiegend im 2. und 3. Ast (ca. 4% 1. Ast) (Thoden 1987). Die Beschwerden treten oft periodisch auf, schmerzfreie Intervalle sind häufig. Manchmal gehen die Attacken bei diesen Gesichtsschmerzen auch in äußerst schmerzhafte längere Salven über. 
Bei stärksten Schmerza
ttacken treten Zuckungen der Gesichtsmuskulatur hinzu (Tic doulou reux). Im Anfall ist die betroffene Gesichtspartie meist leicht gerötet, bedingt durch den Schmerz kann Tränensekretion ausgelöst werden, was dann oft zur Verwechslung mit der Bing-Horton-Neuralgie (Clusterkopfschmerz) führt, besonders wenn der 1. Ast betroffen ist. Im Unterschied zum Bing-Horton-Kopfschmerz (auch als Erythroprosopalgie bezeichnet) treten die Attacken meist nur am Tage auf. 
Bei der körperlichen Untersuchung sind die zugehörigen Nervenaustrittspunkte oft druckschmerzhaft (bei ca. 60%). Das weibliche Geschlecht und Patienten jenseits des 40. Lebensjahres erkranken häufiger. 
 
Diagnostik
: Ausführliche Anamneseerhebung (Schmerzanamnese)
(= Vorgeschichte), neurologische Untersuchung, bei unklaren Befunden (z.B. neurologische Defizite) zusätzlich Röntgenaufnahme der Schädelbasis und CT, u.U. auch Kernspintomographie sowie Liquordiagnostik (= Hirnwasseruntersuchung).

Medikamentöse Schmerzbehandlung der Trigeminus-Neuralgie
Als (kostenorientiertes) Mittel der Wahl gilt Carbamazepin (z.B. Tegretal®,Timonil®). Die Dosierung soll langsam einschleichend erfolgen (600 bis 1500 mg). Carbamazepin darf nicht abrupt abgesetzt werden, sondern langsam ausschleichend über mindestens 10 Tage. Allzu schnelle Dosisreduktion oder abruptes Absetzen führen meist zu heftigsten Schmerzattacken. Bei ungenügender Wirkung von Carbamazepin können 300-400 mg Phenytoin (z.B. Zentropil®), Lamotrigin (Lamictal®) oder 3-8 mg Clonazepam (z.B. Rivotril®) versucht werden. 
Gute bis sehr gute Resultate sahen wir unter einer Therapie mit Gabapentin (z.B. Neurontin®), gleiches gilt für Pregabalin (Lyrica®), allerdings sind diese Mittel deutlich teurer. 
Alternativ, oder in Kombination zur Einsparung von Antikonvulsiva, kann auch das zentral wirksame Muskelrelaxans Baclofen (z.B. Lioresal®)
(= im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel zur Muskelentspannung) versucht werden. Die Dosierung erfolgt einschleichend, z.B. Beginn mit 3x5 mg/d. In Kombination mit Antikonvulsiva sollte eine Tagesdosis von 90mg nicht überschritten werden (Steardo et al. 1984). Die Höchstdosierung gibt der Hersteller allerdings mit nur 75 mg an. 
In der Regel sind bei diesen Gesichtsschmerzen peripher wirksame Analgetika
(= Schmerzmittel) ohne Nutzen, zentral wirksame allenfalls in hoher Dosierung (Gefahr einer Abhängigkeit). Hin und wieder sahen wir einen schmerzlindernden Effekt bei der Gabe eines Gemisches aus Uridin- und Dinatriumsalzen (Keltican®). Dosierung: 2mal tgl. 1-2 Kps. zusätzlich 2mal wöchentlich eine i.m.-Injektion. 
Bei stärksten Schmerzanfälle
n mit statusähnlichem Charakter hat sich die Verabreichung von Phenytoin (z.B. Epanutin®) als Kurzinfusion bewährt. 

Zur Schmerztherapie hat sich bei diesen
Gesichtsschmerzen auch die therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) (Leser et Hefermann 1989) sehr bewährt. Dabei werden je nach individueller Wirkzeit 2-3 x täglich die betroffenen Gesichtsnerven an ihren Austrittspunkten (Foramen supraorbitale, infraorbitale oder mentale) mit ca. 1 ml Bupivacain 0,5% (z.B. Carbostesin®) blockiert und die im Anfall dominanten Schmerzareale und Triggerzonen flächenhaft mit ca. 2-3 ml Bupivacain infiltriert. 
Eine Leitungsanästhesie (Leitungsblockade) der Ner
ven maxillaris und mandibularis kann durch die Incisura mandibulae (= Einschnitt im Unterkiefer, nahe am Kiefergelenk) hindurch mit jeweils ca. 2-3 ml Bupivacain (0,5%) erfolgen. Unter dieser konsequenten, täglichen Therapie kann dann eine bestehende Carbamazepin- Medikation langsam ausschleichend reduziert werden, ohne daß heftige Schmerzanfälle auftreten.

Neurochirurgische Interventionsmöglichkeiten bei Trigeminusneuralg ie
Diese sollten bei diesem Gesich tssch merz nur dann zum Einsatz kommen, wenn medikamentöse Behandlungsversuche erfolglos bleiben. Nachteil der Elektrokoagulation (= elektrische „Verkochung“) des Gangl ion Gasseri ist die relativ hohe Rezidivquote (= Rückfallrate). Eine gefürchtete Komplikation ist eine Nervenläsion (= Funktionsstörung) des ophthalmicus (bis hin zur Erblindung). Durch Thermo- oder Kryokoagulation des Gangl ion Gasseri treten insgesamt deutlich weniger Nebenwirkungen auf. Schmerzrezidive werden allerdings auch bei dieser Methode mit 5-20 % angegeben (Siegfried 1977). 
Retroganglionäre Wurzeldurchtrennungen, Traktotomie oder Thalamotomie werden heute kaum mehr durchgeführt (Moebius et al. 1989). Obsolet
(= veraltet) sind Exhairese (= herausziehen) oder Alkoholinjektionen peripherer Trigeminusäste (Diener et al. 1994). Insgesamt gesehen hat sich in den letzten Jahren eine zunehmende Zurückhaltung bei der Indikationsstellung zur operativen Behandlung durchgesetzt (Ausnahme: Operation nach Janetta). Nichtmedikamentöse Therapiemaßnahmen haben sich bei diesem Beschwerdebild nicht oder nur ungenügend bewährt.

Weitere, seltenere Gesichtsschmerzformen:

(Andere) pri märe chronische Gesichtsschmerzen

    Intermediusneuralgie

    Glossopharyngeusneuralgie

    Laryngeus-superior-Neuralgie

    Cluster-ähnliche Synd rome

            Sluder-Syndrom

            Nasociliaris-Neuralgie (Charlin-Syndrom)

            Neck-tongue-Syndrom

Sek undäre oder symptomatische Gesichtsschmerzen infolge von

  - intrakraniellen Ursachen

  - extrakraniellen Ursachen / u.a. Costen Syndrom

                  (myofaziale Dysfunktion; myofaziales Schmerzsyndrom)

           - systemischen Ursachen

           - entzündlichen Ursachen

                     Neuralgie nach Herpes zoster

                     Auriculotemporalis-Syndrom

           - anatomischen Ursachen

                     Processus-styloideus-Syndrom

           - kardial bedingten Gesichtsschmerzen

           - iatrogene (= durch ärztliche Einwirkung entstandene) Gesichtsschmerzen

Intermedius-Neuralgie (IN):

Diese Gesichtsschmerzen sind gekennzeichnet durch streng einseitige, attackenförmig lanzierende Schmerzen im Bereich des äußeren Gehörgangs mit Ausstrahlung in die Tiefe des Ohr es, zum Ges icht, bis hin zum Gaumen dach und Oberkiefer. Häufig strahlen die Beschwerden auch nach dorsal bis zum Nacken aus. Oft gesellt sich eine Hypersekretion (= Überfunktion) der Speicheldrüsen dazu. 
Neben der idiopathischen gibt es auch eine symptomatische
(= als Krankheitsfolge) Form bei Zost erinfektion des Gangl ion geniculi, wobei auch eine Fazialisparese (= Gesichts muskel lähmung) auftritt. 
Die Therapie bei der Intermedius-
Neuralgie besteht in der Verordnung von Antikonvulsiva (= Mittel gegen das Krampfleiden) (Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin). 
Erfolgversprechend ist auch eine Serie von Stellatumblockade
n (= Betäubung einer vegetativen Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) oder auch Blockaden des Gangl ion cerv icale super ius (= vegetative Schaltstelle im Rachen).
 

Glossop haryngeus-Neu ralgie:

Diese Gesichtsschmerzen sind gekennzeichnet durch streng einseitige paroxysmal (= anfallsartig) einschießende, heftige Schmerzsensationen, die vorwiegend im Bereich des Rachen s, des weichen Gaumen s und des Zunge ngrundes auftreten, manchmal auch mit Ausstrahlung zum Ohr hin oder in die Zähne
Eine weitere Ähnlichkeit mit der Trigeminusneuralgie besteht darin, daß oft Triggermechanismen
(= mechanische Schmerzauslösung z.B. bei bestimmten Mund bewegungen) im Schmerzbereich vorliegen. 
Die Diagnose ist einfach, wenn durch Spateldruck in der Tonsillenregion
(= Mandelregion) eine typischer Schmerzanfall ausgelöst werden kann. Teilweise geben die Patienten an, daß auch durch Gähnen oder ausgedehnte Zungenbewegungen Attacken ausgelöst werden können.
Synkopen
(= kurze Bewußtlosigkeit) und Herzstillstände sind beschrieben, dürften jedoch äußerst selten sein. 
Manchmal strahlen die Beschwerden zum Mastoid
(= Knochen hinter dem Ohr) aus, was zur Verwechslung mit der In termedius-Neu ralgie führen kann. Wie bei der Trigeminusneuralg ie kommen auch schmerzfreie Intervalle vor. 
Therapeutisch
gilt bei der Glossopharyngeusneuralgie als Mittel der Wahl wieder Carbamazepin, einschleichend bis 1500mg/d, oder besser noch Gabapentin bzw. Pregabalin. 
Hilfreich, vor allem wenn die Attacken nicht so häufig auftreten, ist auch eine Oberflächenanästhesie im hinteren Rachenbereich mit 2%igem Xylocain®
(= ein mittellang wirkendes örtliches Betäubungsmittel) in Sprayform. Mittels des langen und dünnen Auslaßröhrchens können die einzelnen Hübe ziemlich genau in den Triggerbereichen plaziert werden. Der Patient kann die Anwendung ohne weiteres vor dem Spiegel erlernen. Bei einer solchen Selbstmedikation muß wegen der Gefahr der Überdosierung die Anzahl der Einzelhübe und der möglichen Gesamthübe eines ganzen Tages vorgeschrieben werden. Da gerade im Schleimhautbereich mit einer raschen und zuverlässigen Resorption gerechnet werden muß, ist diese Unterweisung besonders sorgfältig durchzuführen. 
Bei diesen Gesichtsschmerzen (idiopathische, essentielle) kann auch eine wiederholte Infiltrationsanästhesie mit Bupivacain 0,5%
(= langwirkendes örtliches Betäubungsmittel) versucht werden. Der Einstich erfolgt am oberen bzw. ventralen Rand des vorderen Gaumenbogens, ca. 1-2cm neben der Medianlinie. Die Schwierigkeit dieser Injektion besteht darin, daß die Glossopharyngeusneuralg ie insgesamt recht selten auftritt und deshalb Übung in der Handhabung dieser Injektionstechnik selten erreicht wird. Außerdem ist die Injektionsbehandlung für den betroffenen Patienten in der Regel so schmerzhaft, daß sie nicht wie bei der Trigeminusneuralgie über 10-14 Tage hinweg 2x täglich durchgeführt werden kann. 
Eine gute Therapiemöglichkeit bietet die Blockade des Ganglion stellatum
(= eine Schaltstelle des unwillkürlichen Nervensystems im seitlichen Halsbereich) oder auch des Gangl ion cervicale superius (= eine Schaltstelle des unwillkürlichen Nervensystems im Rach enbereich). 
Die wiederholte Instillation von Procain, wie sie auch in neueren Veröffentlichungen noch propagiert wird, muß zugunsten der langwirkenden Lokalanästhetika aufgegeben werden.
Vor neurolytischen
(= nervenzerstörenden) Blockaden ist wegen der Gefahr der Nekrosebildung (= örtlicher Gewebstod) und nachfolgender Infektion dringend zu warnen. Nach Janetta (1967) können die neuralgischen Beschwerden durch eine Kompression des Nerven durch die A. vertebralis (= Schlagader an der Wir belsäule) entstehen, wobei sich eine operative Dekompression anbietet.
 

La ryngeus-su perior-Neu ralgie

Diese Gesichtsschmerzen sind gekennzeichnet durch heftige, attackenförmige Beschwerden, die in der Regel sekundenlang (bis zu 2 Min) anhalten. 
Die Beschwerden werden hauptsächlich im seitlichen Kehl
kopf bereich verspürt, nicht selten aber dominieren die Ausstrahlungen zum Unterkiefer (Kiefer winkel) bis zum Ohr läppchen oder Gaumen und geben dann zur Verwechslung mit der Glossopharyngeus-Neuralgie Anlaß. Es bilden sich typische Triggermechanismen (= Auslösemechanismen) wie Schlucken, Sprechen, Husten oder starkes Gähnen aus. 
Wie bei der Trigeminusneuralg
ie sind im Langzeitverlauf auch schmerzfreie Intervalle möglich. Die Beschwerden treten streng einseitig auf. Der Nerv entstammt dem N. vagus (= ein sog. Hirnnerv). Er tritt seitlich durch die Membrana thyroidea hindurch, wo er einer örtlichen Betäubung mit einem Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) zugänglich ist. In hartnäckigen Fällen wird man sich zu Stellatumblockade n (= Betäubung einer vegetativen Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) entschließen. Ansonsten gilt als Mittel der Wahl ebenfalls Carbamazepin. Gabapentin oder Pregabalin helfen öfters besser, sind aber auch teurer.
 

Cluster-Kopfschmerz - ähnliche Schmerzsyndrome (CKä)

Neuralgie des Ganglion pterygopalatinum (Sluder-Neuralgie)
Diese Gesichtsschmerzen sind charakterisiert durch längerdauernde Attacken (bis zu 20 min, selten länger) die sowohl am Tage als auch in der Nacht auftreten können. 
Betroffen ist einseitig die Orbita
(= Augenhöhle), der innere Augenwinkel und die Nase nwurzel, oft mit Ausstrahlungen zum Oberkiefer, Rachen und Ohr
Als charakteristisch gilt ein anfallsartiger heftiger Niesreiz (Soyka 1989). Wie bei der Cluster-
Neuralgie tritt häufiger Tränen- und Nase nfluß auf. 
Oftmals läßt sich das Schmerzbild als Cluster-Kopfschmerzen und Zervikal-Syndrom auflösen, so daß die Sl
uder- Neuralgie als eigenständiges Syndrom umstritten ist (Thoden 1987).
 

Nasociliaris-Neuralg ie (Charlin-Syndrom) (CS)

Der Nervus nasociliaris ist ein sensibler Ast des N. ophthalmicus, der mit seinem Endast (N. infratrochlearis) die Unterlidschleimhaut sensibel versorgt. 
Die einseitig auftretenden Schmerzen ist gekennzeichnet durch unterschiedlich lang anhal tende Schmerzattacken im Bereich des inneren Augenwinkels mit regelmäßiger Ausstrahlung zur Orbita
(= Augenhöhle) und zum Nase n rücken. Während des Schmerzanfall s kommt es oft zu einer Rötung und verstärkten Schweißsekretion im Bereich der schmerzseitigen Stirn hälfte. Triggermechanismen (= mechanische Schmerzauslösung z.B. bei bestimmten Mund bewegung en) sind beschrieben. Am Auge können entzündliche Veränderungen vorhanden sein. 
Die Therapie orientiert sich an der des
 Cluster-Kopfschmerzes. Besonders zu empfehlen ist die intranasale (= in die Nas e) Oberflächenanästhesie mit z.B. Xylocain-Spray®2% (= ein mittellang wirkendes örtliches Betäubungsmittel). Hilfreich sind oft auch Infiltrationen im Gebiet des Gangl ion ciliare mit einem langwirkenden Lokalanästhetikum oder Stel latumblockaden (= Betäubungen einer vegetativen Schaltstelle im seitlichen Halsbereich).
 

Neck-Tongue-Syndrom (Nacken-Zungen-Syndrom) (NZS)

Der Vollständigkeit halber muß unter "Gesichtsschmerzen" auch dieses Schmerzbild aufgeführt werden (Schmerz im Nacken und in der Zunge).
 

Se kundäre Gesichtsschmerzen

Chronische, symptomatische Gesichtsschmerzen mit intrakranieller (= innerhalb des Schädels liegender) Ursache:  
Nach Thoden (1987) sind 5% aller paroxysmalen Schmerzen im Trigeminus-Bereich auf einen Tumor, hauptsächlich im Bereich der Felsenbeinspitze zurückzuführen. Aber auch ein Kleinhirnbrückenwinkeltumor oder ein Aneurysma
(= umschriebene, krankhafte Wandausbuchtung eines Blutgefäßes) der A. carotis interna (= innere Halsschlagader) im infraklinoidalen Bereich (= im oberen Verlauf) kann eine "idiopat hische" Trigeminusneuralg ie auslösen. Darüber hinaus ist bekannt, daß ständiger mechanischer Druck auf die Trigeminuswurzel, z.B. durch eine Gefäßschlinge, paroxysmale (= attackenförmige) Schmerz en auslösen kann, aber nicht muß, denn bei Obduktionen (= Leichenschau) wurden entsprechende Befunde erhoben, ohne daß die Patienten zu Lebzeiten an einer Trigeminus-Neuralgie gelitten hätten. 
Die Therapie bei diesen Gesichtsschmerzen (symptomatische) richtet sich logischerweise nach dem Grundleiden. Bei Wurzelkompression bzw. Nervenwurzelkompression durch ein Blutgefäß ist die Operationsmethode nach Janetta (1967) meist erfolgreich. Präoperativ ist die Diagnose einer gefäßbedingten Wurzelkompression durch NMR
(= Magnetresonanz)-Tomographie möglich. Bei persistiere nden (= bleibenden) Beschwerden ist das Mittel der Wahl wieder Carbamazepin oder Gabapentin bzw. Pregabalin. 
Selten tritt ein atypischer Gesich
tsschm erz, also länger anhal tende Schmerzzustände bis hin zu Dauerschmerz, nach einem apoplektischen Insult (= Schlaganfall) auf. Daß es sich dabei nicht unbedingt um einen Thalamusschmerz handeln muß, beweist die Tatsache, daß teilweise die Schmerz en auf eine Behandlung mit Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) ansprechen. Die Wirkung von Antikonvulsiva (= krampflösende Mittel) ist insgesamt unbefriedigend.

Chronische Gesichtsschmerzen mit extrakranieller (= außerhalb des Schädels liegender) Ursache:  
Eine Vielzahl möglicher Ursachen kann zu diesen Gesichtsschmerzen (symptomatische) führen: traumatische
(= verletzungsbedingte) und entzündliche Prozesse, Affektionen (= Erkrankungen) im Bereich der Nasennebenhöhlen, Zahn - und Kiefer affektionen, Fehlfunktionen der Kiefergelenk e, aber auch Affektionen in der Augenhöhle (z.B. Glaukom). Das Schmerzbild entspricht in der Regel einem atypischen Gesich tssch merz
Pri
mär muß die Ursache therapiert werden, dennoch pers istiert häufig ein Gesich tssch merz, so daß dann die Therapiemaßnahmen zur Behandlung des pri mären atypischen Gesich tssch merz es versucht werden können. 
Fehlfunktionen des Kiefergelenkes werden zu häufig als Ursachen von Schmerzen im Temporalbereich
(= Schläfe) und im lateralen Oberkiefer diagnostiziert. Die veraltete Bezeichnung "Costen-Syndrom" wird zunehmend durch den Begriff "Myofaziale Dysfunktion" ersetzt. Häufig kauen die Patienten nur einseitig. Oft finden sich bei der Auskultation (= Abhorchen) beider Kiefergelenke unterschiedliche Okklusionsgeräusche (= Verschlußgeräusche). Die Kiefer orthopäden verordnen häufig Aufbißschienen. 
Schmerztherapeutisch
bewährt hat sich die wiederholte Infiltration der Kau
muskulatur mit einem langwirkenden Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel), ebenso die Infiltration der korrespondierenden Nerven austrittpunkte im Ges icht sbereich. Vor allem in Hinblick auf ein mögliches Rezidiv (= Rückfall) ist EMG-Biofeedback (= Registrierung und Rückmeldung elektrischer Signale aus der Muskulatur) zu empfehlen.

Gesichtsschmerzen bei systemischen Erkrankungen:  
Bei ca. 8-15% aller Patienten mit multipler Sklerose tritt im Verlauf der Erkrankung ein Gesich
tssch merz auf, der wie eine idiopat hische Trigeminusneuralg ie imponiert. 
Zur Therapie ist zunächst Carbamazepin (oder Gabapentin bzw. Pregabalin) das Mittel der Wahl. Nach unserer Erfahrung sprechen diese paroxysmalen Trigeminusat
tacken auch sehr gut auf die Behandlung mit Lokalanästhetika an. 
Seltener treten Gesichtsschmerzen (symptomatische) im Rahmen einer Polyneuropathie (Diabetes mellitus, alkoholtoxisch) auf. In der Regel imponieren die Beschwerden wie beim atypischen Gesich
tssch merz. Meist ist mit Lokalanästhetika ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis zu erzielen.
 

Entzündlich bedingte, chronische Gesichtsschmerzen

Schmerzzustände nach Herpes zoster (Gütelrose):
Die so genannte postherpetische Neuralgie oder postzosterische Neuralgie (PZN) kann im Bereich aller 3 Trigeminusäste auftreten und einen Gesich
tssch merz verursachen, bevorzugt jedoch im 1. Ast. 
Die Patienten klagen in der Regel über einen stechenden, brennenden und bohrenden Dauerschmerz mit unterschiedlicher Intensität im Tagesverlauf. Meist bestehen im betroffenen Nervenbereich Hypästhesien- und Dysästhesien
(= verminderte und schmerzhafte Empfindungen). Fast regelmäßig finden sich die typischen narbigen Abheilungen.
Weitere Herpes zoster-Erkrankung
en im Kopf / Gesichtsbereich: Zoster ophthalmicus und Zoster oticus
Die Therapie ist wie auch bei einer Zoster-Neuralgie in anderen Körperbereichen schwierig. Antikonvulsiva
(= krampflösende Mittel) wirken in der Regel nicht oder ungenügend. Deutlicher wirksam ist wie beim atypischen Gesich tssch merz die Verordnung von Antidepressiva zur Schmerzdistanzierung, evtl. in Kombination mit Levomepromazin (Neurocil®). 
Die beste therapeutische Wirksamkeit haben wir bei diesen Gesichtsschmerzen mit der Anwendung langwirkender Lokalanästhetika (z.B. Bupivacain)
(= örtliches Betäubungsmittel) gesehen. Die Therapie entspricht der des atypischen Gesichtsschmerzes, wobei die flächenhafte Infiltration intensiver erfolgt. Bei Befall des ersten Trigeminusastes hat sich besonders die kontinuierliche Blockade des Nervus supraorbitalis am Foramen supraorbitale mit Katheter bewährt. In manchen Fällen bringt die oberflächliche Behandlung mit einem Lokalanästhetikum-Spray (z.B. Xylocain® 2%) oder mit ASS in Äther gelöst vorübergehend eine zufriedenstellende Schmerzlinderung. Diese Methode hat den Vorteil, daß der Patient sie auch zu Hause selbst anwenden kann, unter Beachtung der Höchstdosierung. 
Hilfreich kann auch eine oberflächliche Kältebehandlung mit einem trockenen, kalten Luftstrom sein (z.B. Kondensationsdampf aus flüssigem Stickstoff oder elektrisches Kälteaggregat). Auch die Intermed ius-Neuralgie kann durch eine Zoster-Infektion des Gangl
ion geniculi hervorgerufen werden. Im Gegensatz zu Gesichtsschmerzen nach Gürtelrose trifft diese Erkrankung vorwiegend Jüngere. 
Bei der Intermediusneuralgie nach Herpes zoster scheint der paroxysmale
(= attackenförmige) Schmerzcharakter abgeschwächt zu sein, zugunsten  länger anhal tender, eher atypischen Gesich tssch merz  episoden.

Auriculotemporalis-Syndrom
Dieser Nerv gelangt zwischen Kiefergelenk und Meatus acusticus unter die Parotis
(= Ohr speicheldrüse), wo er sich aufzweigt. Das Schmerzbild ist charakterisiert durch anfallsartig auftretende brennende Schmerzen prä- und periaurikulär (= vor und um das Ohr herum) und vor allem an der Schläfe.
Der Patient verspürt im betroffenen Gesichtsbereich ein Wärme- oder Spannungsgefühl. Diagnostisch richtungsweisend ist eine Hautrötung und Hyperhidrose
(= vermehrtes Schwitzen) im korrespondierenden Hautbereich. In der Regel liegt anamnestisch (= in der Vorgeschichte) eine Parotiserkrankung (= Erkrankung der Ohrspeicheldrüse) vor, meist entzündlicher Natur. Auch Verletzungen der Parotis sollen zu diesen Gesichtsschmerzen führen können (Thoden 1987).
Zur Therapie eignen sich bei diesem Gesich
tssch merz besonders wiederholte Blockaden des Nervus mandibularis durch die Incisura mandibulae (= Einbuchtung des Unterkiefer s nahe am Kiefergelenk) hindurch (in der Fossa pterygopalatina; der N. auriculotemporalis ist ein Ast des N. mandibularis und zweigt distal der Fossa ab) sowie flächenhafte Infiltrationen im Ausbreitungsgebiet. In hartnäckigen Fällen sind Stellatumblockade n (= Blockaden einer vegetativen Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) zu empfehlen. Ist das Schmerzbild mehr atypischer Natur (nicht ausgesprochen attackenförmig), können auch schmerzdistanzierende Antidepressiva versucht werden.
 

Anatomisch bedingter Gesich tssch merz

Processus-styloideus-Syndrom (Eagle-Syndrom)
Das Schmerzbild ist gekennzeichnet durch einen länger anhal tenden bohrenden und drückenden halbseitigen Gesich
tssch merz, der oft mit seitengleichen Kopfschmerzen vergesellschaftet ist. Als mögliche Ursachen gelten ein verlängerter Processus styloideus oder auch eine Insertionstendopathie (= Sehnenerkrankung an ihrem Ansatz).
Therapeutisch
kann die Spitze des Processus styloideus (= verlängerter Knochen hinter dem Ohr) operativ entfernt werden. Bei Insertionstendopathien (= Störungen am Sehnenansatz) können wiederholte Infiltrationen mit einem Lokalanästhetikum, auch mit Kortikoidzusatz hilfreich sein.
 

Kardial (= das Herz betreffend) bedingte Gesichtsschmerzen 

Bei einem linksseitigen, atypischen Gesich tssch merz im Bereich des N. mandibularis (= Unterkiefer) sollte immer eine internistische Untersuchung erfolgen, unter besonderer Berücksichtigung der koronaren (= die Herzkranzgefäße betreffende) Durchblutungssituation. Meist besteht bereits eine entsprechende Medikation (= Medikamenteneinnahme). Nach Optimierung derselben klingen die linksseitigen Unterkieferschmerzen oft prompt ab.
 

Iatrogene (= durch ärztliche Einwirkung entstandener), symptomatische Gesichtsschmerzen

Nach neurochirurgischen Interventionen wegen Gesichtsschmerzen tritt in seltenen Fällen die gefürchtete Anaesthesia dolorosa (= äußerst schmerzhafter Sensibilitätsausfall) auf. Diese kann auch noch Monate nach der Operation einsetzen. 
Anfänglich bestehen Mißempfindungen, die sich allmählich ins Unerträgliche steigern. Der Schmerzcharakter wird von den betroffenen Patienten oft mit brennend und glühend bezeichnet, manchmal auch als "rohes Fleisch" im
Ges icht. Dieser heftigste chronische Gesich tssch merz ist leider äußerst therapieresistent. Meist kommt man um die Verordnung von Betäubungsmitteln nicht herum.
 

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Aktualisiert: >11.03.2007</> ku sB
A
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C
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G Gastritis, Gehirninfarkt, Gehirnschlag, Gehörsturz (www.gehoersturz.org), Gelenkabnutzung, Gelenkarthrose (http://www.gelenkarthrose.org), Gelenkentzündung (www.1-arthrose.de/gelenkentzuendung), Gelenkrheumatismus (www.gelenkrheumatismus.com), Gelenkskrankheit, Gelenkschmerzen (http://www.gelenkschmerzen.cc), Gelenkverschleiß (www.gelenkverschleiss.com), Genikulatumneuralgie, Geräusche im Ohr (www.ohr-geraeusche.com), Gesichtsneuralgie (http://www.gesichtsneuralgie.eu), Gesichtsschmerzen (http://www.gesichtsschmerzen.eu), Gesichtsrose (www.gesichtsrose.com), Gliederschmerzen (www.gliederschmerzen.com), Glossitis, Glossodynie, Glossopharyngeus-Neuralgie, Golferarm (www.golfer-arm.de), Gonarthritis (www.gonarthritis.de), Gonarthrose, Grazilis-Syndrom (www.grazilissyndrom.de), Gürtelrose (www.guertelrose.co.uk) (1), Gürtelrose (www.guertelrose.net) (2), Guyon-Syndrom 
H Halsrippensyndrom, Hämorrhagischer Insult (www.haemorrhagischer-insult.de), Haglund Ferse, chronisches Halswirbelsäulensyndrom, Handgelenkarthrose,
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K Kalkaneussporn (www.kalkaneussporn.de), Karpaltunnelsyndrom (www.karpaltunnelsyndrom.org), Kausalgie (http://www.kausalgie.de), Kephalalgie, Kiefergelenksarthrose, Kiefergelenksdysfunktion, Kiefergelenkserkrankungen, Kieferhöhlenentzündung, Kiefergelenkschmerzen,
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T Tarsaltunnelsyndrom (www.tarsaltunnelsyndrom.de),
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aktualisiert: >10.06..2006</>  k u <strong>idiopathische</strong>, <strong>essentielle</strong>
<strong>symptomatische</strong>

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